Was die anderen so finden
6. Juli 2009
Man muss ja zum Glück nicht alles selber machen. Stefan Niggemeier erzählt in seinem Blog eine sehr schöne Geschichte vom Stern, dem nach Eröffnung einer Zwei-Wege-Kommunikation sofort seine dubiose Adressdatenvermarktungspraxis um die Ohren gehauen wird.
Anne Arndt dagegen teilt via Twitter eine sehr schöne Illustration, die vermutlich gar nicht einmal so weit hergeholt ist, wenn man den bisherigen Umgang von Unternehmensführungen mit sozialen Medien sieht.
Nachteil: Internet jetzt grenzübergreifend
17. Juni 2009
Mit großer Dankbarkeit wendet sich mein Blick gen Axel Springer Hochhaus. Herrlich einfach machen es mir die Freunde von der Knallpresse. Bild.de bespricht am heutigen Tage Social Networks. Und weil ohne ein klares Auf und Ab, Schwarz und Weiss, Gewinner und Verlierer kein Staat bei der Yellow Press zu machen ist, gibt es bei Bild.de eben auch: Vorteile und Nachteile einer jeden Plattform. In diesem Hort ausufernder Negativität namens Social Media Failblog möchte ich mich selbstverständlich nur auf die Nachteile konzentrieren. Kurz mal raten: Welcher Dienst hat wohl folgendes Problem:

Okay, der war einfach: Xing. Klar, oder? Einer der größten Nachteile meines Hausarztes besteht übrigens darin, dass er keine Happy Hour anbietet. Und meine Socken haben den Nachteil, dass sie nicht glitzern. Wo wir schon bei Xing sind: Wann kommt eigentlich die Möglichkeit, bei seinem Profilbild eine Anzeige zu erhalten, zu wieviel Prozent man wie welcher Star aussieht? Sitzen die da den ganzen Tag nur rum?
Aber auf zu ernsthaften Ufern: Der Ami nervt ja generell immer rum, wissen wir ja. Hier, ich, Joe Minnesota, kann alles, hab alles, will über alles reden. Kennen wir. Neu ist: Der Ami nervt jetzt auch auf Myspace.
Und auf Facebook.

Wenige Deutsche sind in diesem Fall übrigens zwei Millionen. Und ja, datenschutzrechtlich verbirgt sich hier ein valider Punkt. Also, ein Anfang Februar für 14 Tage valider Punkt. Aber beiseite mit den Spitzfindigkeiten: Ich habe sowieso schon keine Lust mehr auf dieses soziale Netz. Höre sich mal einer an, was diese Plattform Twitter alles ungestraft anstellt:

Nur mal hypothetisch gefragt: Was wäre denn wohl los, wenn deutsche Presseerzeugnisse so arbeiten würden. Ich meine, da würden doch alle auf die Barrikaden undsoweiter undsofort. Ach.
Arbeitsfrühstück
8. Juni 2009
UPDATE: Offensichtlich gab es heute morgen einen Facebook Bug, infolge dessen das Status Update vom 26.5. als letzte Meldung dargestellt wurde. Tatsächlich hat Martin Schulz seine Facebook Seite bis heute aktuell gehalten. Aber das sind Social Media eben auch: Eine fehlerhafte Darstellung und die betroffenen Nutzer sehen ein verzerrtes Bild der betreffenden Person.
Was macht eigentlich Martin Schulz, SPD Spitzenkandidat bei der Europawahl, an diesem Morgen? Nach einer historischen Niederlage, bei der das Wort historisch nicht zu groß ist, um in den Mund genommen zu werden? Seine Facebook-Seite weiß Bescheid: Er frühstückt. Und zwar seit knapp zwei Wochen.

Three people like this. One Social Media Failblog doesn’t like this. Wenn man schon eine Facebook Seite hat und sich gerade auch noch wirklich wichtige Dinge rund um die eigene Person ereignen, sollte man dann nicht vielleicht mal das Marmeladenbrötchen aus der Hand legen und kurz Bescheid geben, wie die eigene Weltsicht sich so darstellt? Hans Gert Pöttering, Schulzens Pendant bei der Union und selbst mit sagenhaften 6% Wählerverlusten gesegnet, findet übrigens überhaupt nicht im sozialen Netz statt. Immerhin scheint er momentan nicht den Guiness-Weltrekord im Dauerfrühstücken brechen zu wollen. Auch das ist allerdings ein ganz schwacher Trost.


